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Laienhabit ;)
Angelegtes Skapulier

Zum Transitus des Hl. Franz von Assisi hat Sabine unserer Gemeinschaft die Schnappschüsse zukommen lassen, die sie an jenem feierlichen Abend im September mit ihrer Nikon gefertigt hat und heute berichtete auf der Seite der Minderbrüder mein "Mitnovize" Peter über die feierliche Wiederauflebung der Laiengruppe St. Peter und Paul.

Ich freue mich, dass dieser Tag noch so präsent ist und weiter in meinen Alltag hineinstrahlt! Ich empfinde es irgendwie noch als so unwirklich, dass das Vorbereitungsjahr auf das lebenslange Versprechen schon eine ganze Weile gestartet ist – ich fühle mich in meinen "Alltagskämpfen" wie eh und je, wenn nicht sogar noch intensiver. Aber herrlich war es! Ich fühlte, dass jener Tag eine wundervolle Bestätigung für den Schlüsselmoment in Rheinau war, weswegen ich nicht die Aufnahmebitte gemäss der Regel sprach – diesen "spare" ich mir jetzt dafür für das ewige Versprechen auf – sondern ich Griff die Thematik der Predigt auf, welche das Jetzt behandelte und trat erneut so chaotisch und authentisch vor den HERRN und meine franziskanische Familie, wie ich nun einmal bin.

Ich fühlte mich an jenem Abend mit Gaben überhäuft: Nicht nur mit dem angelegten Skapulier und dem Shirt, welches unsere Gruppe als Zeichen der Gemeinschaft trägt, nicht nur mit der Grosszügigkeit meiner lieben Firmpatin, die mich mit guter Literatur (Bücher, hurra!!) und einem franziskanischen Heiligenbild ausstattete, sondern vor allem mit unzähligen, innigen Momenten der Begegnung und der gelebten Gemeinschaft. Ich werde sie, wie unsere himmlische Mutter Maria, im Herzen bewegen und bewahren...

Feierliche Übergabe von Bibel, Tau und Ordensregel

Bildquelle: © Sabine Zgraggen

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Malerischer Rhein

Nach der Messe kehren mein Bruder und ich oft noch irgendwo zur Kontemplation ein, denn der Sonntag ist nicht nur zu Messzeiten der Tag des HERRN... ;)

Heute zog es uns mal wieder in den benachbarten Kanton Aargau, der oftmals landschaftlich und auch spirituell eher einladend wirkt als die lieblos anmutende Gegend des Zürcher Unterlandes. Mit dem ÖV kamen wir ganz gut bis ins kleine Örtchen Leuggern, wo mir zwar das nahe KKW Leibstadt ein extremer Dorn im Auge ist – genau so sehr verbringe ich aber die Zeit dort im grünen Bachtal, wo eine prächtige Lourdesgrotte nachgebaut wurde. Mein Bruder und ich beteten heute dort trotz kühler Temperatur den Rosenkranz.
Als wir eintrafen waren wir ganz allein... Als wir den Rosenkranz beendeten war plötzlich ordentlich Volk eingetroffen. Fand ich einen sehr schönen Kontrast zur Stadtkirche in Zürich, die zur gestrigen Mittagszeit ja komplett leer war.

Lourdesgrotte von Leuggern AG
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Mit grosser Begeisterung habe ich der Live-Übertragung des Vatikans zur Seligsprechung von Carlo Acutis beigewohnt, der so jung heimgeholt wurde und dem Himmel doch zu Lebzeiten schon so nahe war...

Ich finde es nicht nur bewegend, dass der junge Italiener ein wundervolles Beispiel dafür ist, dass die Kirche weder überaltert noch "tot" ist, sondern all seine Alltagszeugnisse, vor allem auch im virtuellen Raum (er ist ja in meinem Alter und hat als erster Seliger überhaupt das Internet benutzt – und das erst noch clever, zur Evangelisation!) haben mich tief berührt. Vor allem sein liebevolles Gleichnis, wie er die Eucharistie als seine Autostrasse zum Himmel nannte, bleibt mir wohl im Herzen eingebrannt.

Meine Gedanken sind nicht nur bei ihm,
auch bei seinen Eltern und seiner Familie
und bei allen, die sich für seine Seligsprechung engagiert haben.
Euch gebührt allen grossen Dank!

© Vatican News

Bildquelle: Livestream von Vatican News

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Wundertätige Maria, Züri/Liebfrauen

Heute passt das Bildnis der gnadenspendenden Gottesmutter in der Zürcher Liebfrauenkirche ganz besonders gut, denn nur unmittelbar eine bis wenige Strassen entfernt wurde ich heute mehr als reichlich beschenkt.

Eigentlich ging ich nur in die Stadt, um im Secondhandladen der Heilsarmee nach Winterpullis Ausschau zu halten. (Ich fand tatsächlich einen, einen sehr guten sogar, der gut wärmt und in Braun gehalten ist, aus guter Baumwolle usw.)

Nach der Mittagsandacht in der leeren Liebfrauen wollte ich mich im nahen, christlichen Buchhandel mit Gaben eindecken, die ich ganz gerne einmal verschenke: Wunderbare Medaillen, Kinderbüchlein, Evangelien im Taschenformat usw. Da ich fast nichts mehr zu Geben hatte, sammelte sich schnell ein ordentlicher Haufen an... Als ich diesen bezahlen wollte, meinte der Verkäufer zu mir, dass die andere Kundin, die mit mir im Laden war, einen Impuls hatte und mir alles bereits bezahlt hat, in aller Stille. Die ganze Ansammlung!!! Ich war tief bewegt und hab wirklich fast geweint, war ich doch so beschäftigt, dass ich sie nicht einmal genau beachtet hatte... Möge der HERR sie segnen, für ihre Grosszügigkeit und ihr gutes Herz!

Weiter fand ich im Hauptbahnhof, inmitten der Durchgangspassage, einen ganzen Franken. Ich finde öfters mal Münzen, meistens Räppler. Gleich einen Franken zu finden ist dann aber schon eher unüblich! Ich habe ihn als Spende der Kirche überlassen und dankte Gott, einmal mehr, für einen wachen Blick.

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07
Oct
Gottes Gnade

Hatte heute einen Tag, der (in diesem Sinne) unbegründet von tiefem Groll gegen die Allgemeinheit geprägt war...

Der HERR antwortete mir postwendend auf seine Weise.
Ab da an war die Stimmung merklich besser!

Das Zeichen des Bundes
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Die Zeit um das Hochfest des Hl. Franz von Assisi herum ist für mich immer sehr aktiv und berührend...

Ich finde es schön, dass es in vielen Pfarreien Tiersegnungen gibt, in Anlehnung an den Ordensgründer und dessen Liebe zur Schöpfung. Manchmal fehlt mir ein Haustier – aber ich mag kein Tier mehr in einem gläsernen Gefängnis halten, mir sind sie lieber in freier Natur und Zeit habe ich auch nicht mehr so viel. Vielleicht gibt es für mich einmal ein Patentier im Tierschutzheim, mehr aber nicht mehr. Ich bin aber froh um die Erfahrungen, die ich machen durfte und bewahre mir "meine Schnügel" alle in liebevoller Erinnerung. Es ist schön, dass Menschen sich den Tieren und somit Gottes Schöpfung annehmen!

Spitzkirche, Rheinau ZH
An den Ufern der Klosterinsel
Schlüsselstelle...

Ich weiss noch, wie Gott sich meiner erbarmte und mir die Entscheidung zur Rettung ermöglichte. Es war der 03. Oktober 2017, um 16:21 Uhr Ortszeit. Ich erinnere mich noch genau an das Wetter, an jedes einzelne Wort, das fiel... Es war ein unbeschreiblich inniger Moment. Und jedes Jahr besuche in den Ort dieser wunderbaren Begegnung, in tiefer Dankbarkeit. Ich sass genau dort, wo heute prächtige, weisse Blumen in einem Topf erblühen – rein wie der Neubeginn, der mir geschenkt wurde; glasklar ist seither manche Erkenntnis, wie das Wasser des Rheins, mit dem ich meine Stirn damals bekreuzigte...

Und so ging es vergangenen Sonntag (statt samstags, das Wetter war schlecht), nach der Heiligen Messe in der Mariamadgalena-Kirche in Rafz, direkt weiter nach Rheinau, zur Mariamagdalena-Kapelle, die an der äussersten Spitze der dortigen Klosterinsel liegt, inmitten von Gottes wunderbarer Schöpfung. Es ist ein Ort mit starker Ausstrahlung, fast ungeachtet der wuchtigen Kirche der einstigen Benediktinerabtei. Dort tanzt die Sonne auf dem sanft wiegelnden Rhein, Schwäne leisten einen Gesellschaft und es gibt viele Libellen... Ein kleiner Garten Eden, wenn man so will.

Es war mir, einmal mehr, ein schönes "Heimkommen" dorthin! In Rheinau machte ich ja meine Ausbildung zur Pflegebetreuerin und fand eben zum Glauben; es war eine intensive und sehr zentrale Zeit dort für mich.
Mir fiel erst später auf, dass Gott keinen Zufall walten lässt: Ich fand genau zum Transitus des Hl. Franz von Assisi zum katholischen Glauben, inmitten der Natur!!!

Schwester Wasser und Mutter Erde

Montags feierten die Minderbrüder in Zürich ausserdem das Hochfest unseres Ordensgründers und ich freute mich extrem darüber, dass meine Mutter es ebenfalls einmal in die Stadt schaffte und jene Leute endlich kurz kennenlernen konnte, die mir so viel bedeuten. Es freut mich zudem jedes Jahr aufs Neue, wie gut die Feier jeweils besucht ist, trotz dem kirchlichen Schwund an Mitgliedern... Totgesagte leben wohl länger! ;)

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Sonic...?

Da bin ich im Dunkel doch fast über einen unerwarteten Untermieter gestolpert... Ich freue mich! Nicht nur, dass das süsse Kerlchen von einer Kollision verschont blieb. Wir machen mit unserem "wilden" Gärtchen also gar nicht so viel falsch... Willkommen, kleiner Freund!

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Heute auf twitter über diverse, aktuelle Artikel von kath.ch gestolpert, gleich die Gesichter meiner gemeinschaftlichen Geschwister wieder erkannt und hab mich so ganz doll drüber gefreut, darum teile ich die jetzt auch hier... ;)
Lauter lesenswerte Zeilen von tollen Menschen! Kann ich persönlich bestätigen!


Br. Paul Zahner OFM: Zürcher im Gefolge der Heiligen Franz und Klara
Marianne Suter: Franziskus statt Grossbank
Sabine Zgraggen: "Franziskaner-Kürzel passt auf meinen Grabstein"

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Ewiger Ohrwurm... Mit wichtiger Botschaft. ;)

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23
Sep
Tu, ora!

"Betet, und sei es auch widerwillig. Wer viel betet, wird gerettet;
wer wenig betet, ist gefährdet, und wer nicht betet, wird verdammt.
Der Wille zählt und wird belohnt, nicht das Gefühl."
Padre Pio

Ist mir heute, an seinem Gedenktag, auf twitter begegnet und hängen geblieben... Wie oft geht es mir denn selbst so, mit dieser... Bequemlichkeit?
Ich bin tief dankbar dafür, dass ich die Gnade erhalte, so oft immer wieder neu ansetzen zu dürfen und zu können.

 

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