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Ap
Kleine, grosse Schritte
24.04.2020 13:50

Noch habe ich Ferien und die Tage verlaufen unspektakulär (für den Beobachter), wie ich finde... Ich verbringe die Zeit mit Krafttanken und Regeneration, denn noch toben ja genug Stürme um uns. ;)
Ich wertschätze vor allem die Zeit in der Familie und bin dankbar, dass ich reichlich Zeit fürs Gebet habe.

Ich merke, wie Gottes Gnade weiter im Irdischen Wurzeln schlägt.
Ich habe die Abnahme mittels professioneller Unterstützung in Angriff genommen und komplett auf vegane Ernährung umgestellt – ich hatte bisher nur wenige Rückschläge und insgesamt gelingt mir das Unterfangen erstaunlich gut und leicht. Die Abhängigkeit nach kompensierendem Essen scheint aus dem Nichts komplett verschwunden.

Und auch die lähmende Arachnophobie scheint mich derzeit nicht gross im Griff zu haben. Durch den milden Winter und unser natürlich gehaltenes Grundstück ist unser Haus öfters einmal eine Kellerassel (mit denen ich kein Problem habe) oder eine Spinne anzutreffen. Allein heute bin ich drei – DREI!!! – Exemplaren begegnet. Und bei allen dreien gelang es mir, sie mittels Becher ins Grün hinaus zu transportieren, statt in vollkommene Panik zu verfallen und sie entweder zu zerquetschen oder gar zu vergiften. Dabei war die grösste Spinne sogar auf meinem Badetuch anzutreffen, direkt nach dem Duschen, als ich es nach dem Abtrocknen wieder aufhängen wollte!

Versteht mich nicht falsch, ich hab mich schon ordentlich erschrocken und kurz gequietscht, aber verfiel dabei nicht in ein Verhalten, dass zum Mord an unschuldigen, mitunter sogar sehr nützlichen Tieren geführt hat. Rückblickend freut mich das sehr, auch wenn es für Andere wahrscheinlich gänzlich unbedeutend ist, ebenso unbedeutend, wie wenn ich einen Tag ohne Fressgelage hinbekomme oder ganz besonders bewusst einkaufe, seien es Lebensmittel, Kleidung oder sonstige Notwendigkeiten... Aber für mich sind diese zahlreichen Mikroschritte äusserst bedeutsam. Sie bekräftigen mich darin, dass es richtig und wichtig ist, alles in Gottes wandelnde Hände zu geben, auch jeden Fehltritt, jede Unart, auch jede Angst, Ratlosigkeit und Verzweiflung. Was daraus resultiert scheint klar und doch immer wieder so überraschend und erstaunlich.

Earth Day

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