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Fe
Russlands dunkle Wolke
24.02.2022 20:50

Ich wurde nie müde zu kontern, dass AKW bzw. KKW eben nicht ungefährlich sind – den neueren, seltsamen Politblüten zum Trotz.

Heute Abend schluckte ich mehr als einmal leer: Putin ist in die Ukraine eingefallen, hat direkt die Hauptstadt Kiew angegriffen; die Explosionen der letzten Wochen, welche in meinen Breitengraden irritierend wenig thematisiert wurden (Skandalsport in einer menschenverachtenden Nation schien halt wichtiger...), erreichen einen unsagbar traurigen Höhepunkt.

Und heute Abend hiess es dann definitiv: Das Gebiet rund um das havarierte Kraftwerk Tschernobyl sei von Russland unter schlimmen Schlachten letztendlich eingenommen worden. Die Welt scheint zu zittern – nicht mehr vor COVID, nicht einmal vor Flüchtlingsströmen, wie sonst in der Schweiz eher üblich, vor allem in Angst, ob es zu einem Atomschlag kommt. Ob das der dritte Weltkrieg ist.

Vorbereitungen

Meine letzten Tage bestanden aus viel Müdigkeit.
Aus dem Anfertigen von Packlisten. Aus dreifacher Ausstattung an Fluchtrucksäcken. Und einfach auch aus etwas leben, so lange es noch möglich ist. Ich wurde müder vom Klima auf twitter, der PC blieb oft aus und stattdessen genoss ich die erwachende Natur. Die Bücher im Regal. Zeit mit der Familie.

Wir sollten wohl alle mehr im Jetzt leben, an unsere Nächsten denken und die Sinne nicht weiter verschliessen – dann würden wir nichts Dümmeres anstellen...

Der HERR ist da, wo ich Menschen versagen fühle, inklusive meiner selbst.

#WeRemember #NieWieder
Hoffnungsschimmer